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Der Hörndlberg bei Oberflossing/Heisting

In der Gemeinde Polling befindet sich die letzte unverbaute Prallwand (= das Kurvenäußere eines Flusses) am Inn, der sog. Hörndlberg. 

Dazu nähere Informationen:

Der Hörndlberg

Letzter unverbauter Prallhang am Inn

Die letzte unverbaute Prallwand (das Kurvenäußere eines Flusses) des Inns liegt bei Heisting südwestlich von Mühldorf a. Inn. Die Heistinger Wand, auch Hörndlberg genannt, ist mit bis zu 45 Metern Höhe zugleich einer der höchsten Uferabbrüche in Mitteleuropa. Die Grenze zwischen den Molasse-Sedimenten und den glazialen Schottern ist hier als gut zu erkennende, wasserundurchlässige Schichtstufe, dem so genannten Flinz, ausgebildet. Ein beeindruckendes Naturschauspiel ist die Erosion des Hangs:

Da der eiszeitliche Schotterhang am fortwährend wachsenden Außenradius des Flusses kontinuierlich nachsackt, stürzen immer wieder Steinbrocken und große Waldkiefern in den Fluss.

Quelle: Broschüre „Schatz.Land.Fluss“ des Zweckverbandes Erholungs- und Tourismusregion Inn-Salzach:

Weitere Informationen gibt es hier:

Youtube-Video (gedreht von Herrn Johann Dirschl)

Der Inn (Bericht vom Bund Naturschutz)

https://muehldorf.bund-naturschutz.de/natur-vor-der-haustuer/inn.html


Eine Sage erzählt, dass an dieser Stelle vor Zeiten das Hörndlbergschloss gestanden hat:

Es waren wilde Gesellen, die bei Tag und Nacht vom Stampflschloss und vom Guttenburger Schloss aus die Schiffe auf dem Inn überfielen und plünderten. Am schlimmsten sollen es die Hörndlberger bei Flossing getrieben haben. Hatte ein Schiff die dicke Eisenkette gesprengt, die die Stampflleute als Sperr durch den Inn gezogen hatten, kündeten Feuerzeichen den Guttenburgern das Nahen des Schiffzuges. Wenn diesen einige Zillen durchs Netz gegangen waren, so meldeten Hornsignale dem Hörndlberger die Flüchtenden und der verfuhr gar grausam mit den Gefangenen, schreckte auch vor keinem Mord zurück. Die ausgeraubten Schiffsleut ließ er an die Planken fesseln oder nageln und die Schiffe in die Fluten zurückstoßen. Als dies wieder einmal geschah, schwuren die Todgeweihten des Himmels Fluch auf die Hörndlberger herab.
Noch in derselben Nacht stieg ein gewaltiges Wetter im Westen auf. Um Mitternacht brüllte der Donner wie nie zuvor. Das Blitzfeuer wollte kein Ende nehmen. Als am Morgen die Flossinger Bauern ängstlich durch die Fenster lugten, war das Hörndlbergschloss vom Erdboden verschwunden.
 
Quelle: Mühlrad 1952 Verlag D. Geiger, Mühldorf a. Inn


Wir laden Sie herzlich zu einem Spaziergang mit diesem Hindergrundwissen von Heisting aus entlang der Steilwand mit Blick auf das Dorf Ebing ein.

 



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